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06.08.2015 / Medien / Seite 15

Zu kurz gesprungen

Der Springer-Konzern wollte die Financial Times übernehmen. Dabei ist er gerade erst aus den Zeitungsmärkten ausgestiegen. Wie passt das zusammen?

Gert Hautsch

Um ein Haar hätte es geklappt: Die Axel Springer SE war schon seit dem vergangenen Jahr mit dem britischen Pearson-Konzern in Verhandlungen, um die Wirtschaftszeitung Financial Times (FT) zu übernehmen. Alles schien auf einen erfolgreichen Abschluss hinauszulaufen. Buchstäblich in letzter Minute, am Morgen des 23. Juli 2015, hat der japanische Medienkonzern Nikkei mit einem Gebot von 844 Millionen Pfund (etwa 1,2 Milliarden Euro) in bar triumphiert. Springer wollte eine Milliarde zahlen. Der finale Bieterkampf dauerte nur zehn Minuten.

In der Tat sind 1,2 Milliarden Euro für eine Zeitung mit 737.000 Auflage und 473 Millionen Euro Umsatz extrem viel. Trotzdem herrschte in der Wirtschaftspresse weithin Verwunderung darüber, dass Springer nicht mitgehalten hat. Am Geld kann es nicht gelegen haben: Allein für die 2013 verkauften Zeitungen und Zeitschriften und das 2015 abgestoßene Hamburger Verlagshaus hat der Konzern 1,1 Milliarden Euro eingenommen. Über die...

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