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05.08.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Front gegen saubere Luft

Die USA wollen weniger Treibhausgase ausstoßen. Republikanern und der Wirtschaft geht das zu weit. Widerstand angekündigt

Bernd Müller

US-Präsident Barack Obama will die Stromversorgung in seinem Land umbauen. Gestern stellte er die endgültige Fassung des »Clean Power Plan« vor. Mit dieser Verordnung sollen deutlich weniger Treibhausgase in die Luft gepustet werden. Bis 2030 soll auf diesem Weg der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen um ein Drittel sinken.

Obama selbst bezeichnete die neuen Regeln als den »größten, wichtigsten Schritt zu Bekämpfung des Klimawandels, den wir jemals getan haben«. Mit dem »Clean Power Plan« will er erreichen, dass die Kraftwerke 32 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre blasen als im Jahr 2005. Allerdings ist das Programm weniger ehrgeizig, als es auf den ersten Blick erscheint: Das Referenzjahr 2005 ist geschickt ausgewählt, denn in dem Jahr wiesen die USA fast den höchsten Ausstoß von Klimagasen in ihrer Geschichte auf. Würde dasselbe Referenzjahr gewählt wie in der Europäischen Union, nämlich 1990, dann würde sich das Reduktionsziel ungefähr halbieren.

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