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03.08.2015 / Ansichten / Seite 8

Despotenkumpanei

Barsani paktiert mit Ankara

Nick Brauns

Die Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) solle den Nordirak verlassen, um Zivilisten nicht weiter durch türkische Luftangriffe auf ihre Camps in den Kandil-Bergen zu gefährden. Das erklärte der Präsident der kurdischen Autonomieregion, Masud Barsani, als Reaktion auf die Bombardierung des Dorfes Zergele, bei der am Samstag neun Zivilisten ums Leben kamen. Kritik an der Verletzung der territorialen Souveränität des Irak durch die Türkei kam aus dem Präsidialamt in Erbil dagegen nur zögerlich.

Den kurdischen Präsidenten verbinden mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan nicht nur lukrative Ölgeschäfte. Ebenso wie Erdogan und dessen Regierungspartei AKP in der Türkei, hat sich der Barsani-Clan mit seiner feudalistisch geführten Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) den Staatsapparat zur schamlosen Bereicherung einverleibt. Und ebenso, wie Erdogan Opposition gegen seinen autoritären Regierungsstil niederknüppeln lä...

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