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30.07.2015 / Inland / Seite 8

»Die deutschen Medien sollten für Aufklärung sorgen«

Sie halten immer noch an der Fiktion fest, die kurdische PKK sei eine Terrororganisation. Ein Gespräch mit Akif Yilmaz

Gitta Düperthal

Seit dem Anschlag auf kurdische Jugendliche in der türkischen Stadt Suruc, die beim Wiederaufbau der vom Islamischen Staat (IS) zerstörten Stadt Kobani in Nordsyrien helfen wollten, hat Recep Tayyip Erdogans türkische Regierungspartei AKP wenige Angriffe gegen den IS geführt, weit mehr gegen die PKK. Wie stellt sich aktuell die Lage dar?

Die türkische Armee setzt ihre Luftangriffe vom Militärflughafen in Amed/ Diyarbakir aus fort. Seit Freitag bombardiert sie Stellungen der PKK als auch die der Bevölkerung in den Qandil-Gebirgen im Nordirak; neuerlich auch innerhalb der Türkei, im Osten des Landes. Die Verhaftungen von linken und kurdischen Oppositionellen hält an; bislang wurden 850 friedliche Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen, dagegen nur eine verschwindend geringe Zahl von IS-Anhängern. Die türkische Polizei hat hauptsächlich engagierte Politiker der Oppositionspartei Halklarin Demokratik Partisi, HDP (Demokratische Partei der Völker) in...

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