Gegründet 1947 Donnerstag, 27. Juni 2019, Nr. 146
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
24.07.2015 / Inland / Seite 2

»Da muss ich aufpassen, höflich zu bleiben«

Harsche Kritik an den Umfragemethoden von Forsa: unseriös, manipulativ, nahe an den Mächtigen. Ein Gespräch mit Gerd Bosbach

Ralf Wurzbacher

Sachen gibt’s: Das Meinungsforschungsinstitut Forsa macht für den Stern eine Umfrage zur Griechenland-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), und bei Stern.de rechtfertigt sich Forsa-Chef Manfred Güllner wegen der zweifelhaften Ergebnisse ...

Die sind in der Tat höchst zweifelhaft. Man könnte ja noch glauben, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Kanzlerin in ihrer Griechenlandpolitik unterstützt. Aber ausgerechnet die Grünen-Anhänger sollen zu 75 Prozent hinter Merkel stehen, mehr als die Fans der Union? Und auch bei den Linken sei angeblich eine Mehrheit dafür. Diese unsinnigen Ergebnisse sind dem Blogger Stefan Niggemeier aufgefallen, er hat sich dann die Fragen besorgt.

Und er fand heraus, dass es praktisch nur zwei Antwortmöglichkeiten gab: »Ja« zum deutschen Spardiktat oder »Ja« zum Grexit. Wer letzteres nicht wollte, wurde dann flugs zum Merkel-Anhänger. Wie nennen Sie so ein Vorgehen?

Da muss ich aufpassen, höflich zu bleib...

Artikel-Länge: 4267 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €