17.07.2015 / Ausland / Seite 8

»Iran-Sanktionen treffen in erster Linie die Bevölkerung«

Wiener Vereinbarung beschränkt Teherans Atomprogramm. Aufhebung des Embargos wird längeres Prozedere. Ein Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad

Rüdiger Göbel

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland haben sich mit Iran auf ein Abkommen geeinigt. Die Vereinbarungen legen dem iranischen Atomprogramm weitgehende Einschränkungen für die Dauer von zehn bis fünfzehn Jahren auf. Wie bewerten Sie die in Wien erzielte Übereinkunft?

Die in Wien vereinbarte Joint Comprehensive Plan of Action (JCPoA) bewegt sich im Rahmen der Lausanner Erklärung vom April. Zumindest die damals von der US-Regierung veröffentlichte Version der Erklärung beinhaltete, dass Iran sein Atomprogramm sehr massiv einschränken und über viele Jahre hinweg eine rechtliche Diskriminierung in Kauf nehmen soll. Dies spiegelt sich auch in der Übereinkunft von Wien wider. Iran hat somit bei dem Atomprogramm viele Zugeständnisse gemacht, die man im letzten Jahrzehnt noch vehement abgelehnt hatte. Es scheint, als wäre Teheran nichts anderes übriggeblieben, um dem Westen tatsächlich Sanktionslockerungen abzuringen. Dass aber...

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