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11.07.2015 / Titel / Seite 1

Athen kapituliert

Griechische Regierung gibt Brüsseler Erpressung nach: Noch mehr Kürzungen. Widerspruch auch in den eigenen Reihen

André Scheer

Die ersten Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Nur Stunden, nachdem die griechische Regierung die Liste ihrer »Sparmaßnahmen« veröffentlicht hatte, demonstrierten Rentner vor dem Finanzministerium in Athen gegen die neuen Einschnitte. Zudem rief die Gewerkschaftsfront PAME für Freitag abend zu Großkundgebungen in Athen und zahlreichen anderen Städten auf. Das neue Memorandum, wie die »Rettungspakete« in Griechenland genannt werden, sei »barbarisch« und ein »Armageddon für die Arbeiter«, erklärte die der Kommunistischen Partei nahestehende Organisation.

Das Maßnahmenpaket, das Athen in der Nacht zum Freitag nach Brüssel geschickt hat, unterscheidet sich in den meisten Punkten kaum von den Forderungen der EU, die erst am vergangenen Sonntag in einem Referendum von 61 Prozent der Griechen abgelehnt wurden. So soll das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre angehoben werden. Pensionäre müssen sich auf höhere Zuzahlungen im Gesundheitsbereich einstellen. D...

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