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11.07.2015 / Ausland / Seite 2

»Es gibt in der Tat Aufstände in den Lagern«

In Griechenland wehren sich Flüchtlinge gegen miserable Lebensbedingungen. Viele Bürger sind solidarisch. Gespräch mit Nasim Lomani.

Heike Schrader, Athen

Täglich kommen auf den griechischen Inseln Hunderte von Flüchtlingen an, mehr als noch vor wenigen Monaten. Woran liegt das?

Das hat zwei Gründe. Zum einen wird der Strom von Flüchtlingen jedes Jahr größer, sobald der Winter vorbei ist und das Wetter besser wird. Zum anderen aber – und das ist neu – haben die illegalen Rückschiebungen auf See abgenommen. Die Syriza-Regierung hat die Küstenwache angewiesen, auf derartige illegale Praktiken zu verzichten, und es sieht so aus, als halte sie sich daran.

In den Medien ist davon die Rede, dass vor allem die Situation im Nahen Osten für die Zunahme des Flüchtlingsstroms verantwortlich sei.

Tatsächlich kommen zur Zeit viele Menschen aus Syrien, aber insgesamt ist der Unterschied zu früheren Jahren nicht so drastisch, wie kolportiert wird. Ich kenne die Situation an der Grenze seit vielen Jahren, und meiner Wahrnehmung nach sind die beiden erstgenannten Gründe ausschlaggebend.

Alleine auf der In...

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