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11.07.2015 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Deutsche Sklavenhalter

Mehr als 110 Jahre nach dem Völkermord an Herero und Nama im heutigen Namibia verweigert die Bundesregierung Entschädigungen für die Nachkommen. Rosa Luxemburg analysierte damals, warum der Koloniallismus in der Bevölkerung starke Unterstützung fand

Am 9. Juli 1915 übergaben Vertreter des deutschen Kaiserreiches nach mehreren militärischen Niederlagen die Kolonie Deutsch-Südwest (Namibia) an die Südafrikanische Union, die im Ersten Weltkrieg mit Großbritannien verbündet war. Von 1904 bis 1908 hatte Deutschland in der Kolonie unter dem Kommando von Generalleutnant Lothar von Trotha (1848–1920) gegen die aufständischen Herero und Nama (in der zeitgenössischen Literatur  als »Hottentotten« bezeichnet) einen Krieg geführt, der in den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts mündete. Die Bundesregierung nimmt bis heute keine Stellung zu diesem Begriff und verweigert Reparationen. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) verwendet ihn in der aktuellen Zeit und schreibt von einem »Rassenkrieg«. Eine Herero-Delegation, die zum 100. Jahrestag des Endes der deutschen Kolonialherrschaft in der vergangenen Woche nach Berlin kam, wurde von keinem Regierungsvertreter empfangen. Als sie ihre Forderungen dem Bundespr...

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