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07.07.2015 / Inland / Seite 5

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Tarifeinigung bei der Deutschen Post: Ver.di akzeptiert Spaltung in Mitarbeiter erster und zweiter Klasse. Lage befristet Beschäftigter bleibt prekär.

Jana Frielinghaus

Eine Niederlage auf ganzer Linie haben die Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG hingenommen. Dennoch erklärte die stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Andrea Kocsis am Sonntag abend nach Ende der Gespräche in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz), man sei »mit dem Abschluss sehr zufrieden«. In der Nacht zum heutigen Dienstag endete der seit dem 8. Juni andauernde Streik im weltgrößten Logistikkonzern mit Sitz in Bonn. Rund 30.000 der 140.000 Mitarbeiter hatten sich täglich am Arbeitskampf beteiligt.

Das Ergebnis fällt in allen Punkten hinter das zurück, was die Gewerkschaft nach der sechsten ergebnislosen Verhandlungsrunde am 1. und 2. Juni in einem »umfassenden Gesamtangebot« gefordert hatte. Voraussetzung für darin formulierte Zugeständnisse wie den Verzicht auf eine Entgelterhöhung im laufenden Jahr bei Einmalzahlung von 500 Euro war demnach aber, dass die zu erheblich schlechteren Bedingungen in den neuen...

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