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07.07.2015 / Inland / Seite 2

Gauck lässt sich verleugnen

Nachfahren fordern Anerkennung des Genozids an Herero und Nama

Johannes Supe

Auch 100 Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia erkennt die Bundesrepublik den Völkermord an den Herero und Nama nicht offiziell an. Um das zu ändern, überreichte am Montag das Bündnis »Völkermord verjährt nicht!« dem Bundespräsidialamt in Berlin eine Petition mit 2.000 Unterschriften. Anwesend war auch eine hochrangige namibische Delegation. Doch empfangen wurden die Aktivisten lediglich von einem Mitarbeiter des Bundespräsidenten. Der ließ sie vor der Tür stehen.

»Das Handeln des Bundespräsidalamts ist eine Enttäuschung«, sagte Christian Kopp, Vertreter von »Völkermord verjährt nicht!«, zu junge Welt. Man habe nicht geglaubt, von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen zu werden. Doch dass die Initianten des Appells nicht einmal zum Gespräch ins Amt geladen würden, hätten sie nicht erwartet. Eine Woche zuvor hatten sie die Übergabe angekündigt.

Empört zeigte sich auch Ida Hoffmann, Mitglied im namib...

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