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07.07.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Bahn frei

Mit dem Tarifergebnis bei der DB AG hat die GDL ihre eigene Position im Konzern vorerst gesichert. Neueinstellungen für Abbau von Überstunden

Claudia Wrobel

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn AG (DB AG) gehen nach rund einem Jahr zu Ende, 420 Stunden Streik und eine wochenlange Schlichtung inklusive, und alle Seiten zeigen sich mit dem Ergebnis, das am 1. Juli präsentiert wurde, äußerst zufrieden. Hat doch die GDL den für sie wichtigsten Punkt – das Verhandlungsmandat für sämtliches Zugpersonal – und den für ihre Mitglieder bedeutenden Fakt – einen Abbau und eine Begrenzung der Überstunden – genauso durchgesetzt wie die DB AG im Kern unterschiedliche Tarifregelungen in ihrem Konzern verhindert hat. Die Einigung entspricht in wesentlichen Punkten der Vereinbarung, die das Unternehmen mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgeschlossen hatte.

Dabei hat die GDL ihre eigene Position im Unternehmen gestärkt. Sie hat sich tarifvertraglich zusichern lassen, bis 2020 mit am Verhandlungstisch zu sitzen, egal ob das von der...

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