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06.07.2015 / Feuilleton / Seite 11

Aus der Familiensoziologie: Der Ärmere geht fremd

Frank Ufen

Die Familie, sagt Pierre Bourdieu, entwickelt ihre soziale Bindungskraft nach den Regeln der vorkapitalistischen Ökonomie. Sie wird zusammengehalten durch Akte des Gabentausches, die sämtliche Herrschaftsbeziehungen in verklärte Gefühlsbeziehungen verwandeln. Basis der übertünchten Herrschaftsbeziehungen ist die unterschiedliche Kapitalausstattung der einzelnen Familienmitglieder: ihre finanziellen Ressourcen, ihr kulturelles Wissen, ihre soziale Vernetzung, ihr Prestige.

Spielt es dann also eine Rolle, wenn in einer Ehe gewaltige Einkommensunterschiede zwischen den Partnern existieren? Eindeutig ja, denn das hat erhebliche Auswirkungen auf die sexuelle Treue. Zu dieser Erkenntnis ist jedenfalls die Soziologin Christin L. Munsch von der University of Connecticut in den USA gelangt. Sie berichtete darüber in der Juniausgabe der American Sociological Review.

Daten des »National Longitudinal Survey of Youth« aus den Jahren 2001 bis 2011 lieferten Munsch Info...

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