Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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04.07.2015 / Geschichte / Seite 15

Vorwärts zum Urchristentum

Vor 600 Jahren wurde der tschechische Reformator Jan Hus als Ketzer verbrannt

Horsta Krum

Das »Lutherjahr« 2017 wird schon lange vorbereitet; und je näher es rückt, desto mehr greifen die Medien das Thema auf. Dass aber Luther weder der erste noch der einzige war, der die mächtige Institution Kirche mutig kritisierte und dass er ohne die Wegbereiter wohl kaum zu seiner großen Leistung fähig gewesen wäre, gerät bis jetzt wenig in den Blick.

Zwei der Wegbereiter waren der Engländer John Wyclif und der Tscheche Jan Hus. Alle drei wandten sich der Bibel neu zu und proklamierten sie als höchste Autorität. Dabei entdeckten sie Widersprüche zwischen kirchlicher Lehre, kirchlicher Praxis und der Bibel und gerieten in Konflikt mit den kirchlichen Autoritäten. Aber nur einer von ihnen bezahlte diesen Konflikt mit dem Leben: Jan Hus. Er wurde am 6. Juli 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Sein genaues Geburtsdatum kennen wir nicht, aber belegt ist seine Ankunft 1390 in Prag, wo er Theologie studierte. 1401 wurde er zum Priester geweiht. In ...

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