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30.06.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Konzerne haben dankend abgelehnt«

Luxemburger Steuerdumping mit System. Nächste Sitzung im »Luxleaks«-Sonderausschuss am Donnerstag

Simon Zeise

Im Herbst 2014 wurde ein Verdacht öffentlich bestätigt: Die Luxemburgische Regierung hatte jahrelang Steuerdumping zugunsten internationaler Großkonzerne betrieben. Ein Medienverbund, darunter NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung, Tages-Anzeiger (Schweiz), hatte im November 2014 Ergebnisse aus 28.000 Seiten umfassenden Dokumenten veröffentlicht. Zugestellt hatte sie ihnen der frühere Mitarbeiter des Wirtschaftsberatungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC), Antoine Deltour. Weil der die Luxemburger Dokumente im Internet veröffentlichte (»leakte«) wird der Fall »Luxleaks« genannt.

PwC entwarf Steuerdumpingmodelle für Großkonzerne. Zwischen 2002 und 2010 sicherte es ihnen zu, dass die Modelle von den Luxemburger Behörden abgesegnet gewesen seien. Das Modell – die Auswertung der Daten durch die Journalisten dauerte ein halbes Jahr – sah im Kern vor, dass Unternehmen ihre Gewinne, die sie in anderen Ländern erzielt hatten, in Luxemburg versteuern konnten – und ...

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