25.06.2015 / Inland / Seite 2

»Praktische Solidarität mit Rojava ist wichtig«

Regierungsbildung in der Türkei nach den Wahlen: Diverse Möglichkeiten sind denkbar. Ein Gespräch mit Murat Cakir

Gitta Düperthal

Nach den Wahlen am 7. Juni ist es der neu gegründeten Demokratischen Partei der Völker (HDP) gelungen, mit mehr als 80 Abgeordneten ins türkische Parlament einzuziehen. Wie ist die politische Lage, nachdem Erdo?ans AKP die absolute Mehrheit verloren hat?

Linke Kräfte und die kurdische Bewegung haben mit dem Überwinden der Zehnprozenthürde Recep Tayyip Erdo?ans AKP eine Niederlage bereitet – und breite gesellschaftliche Bündnisse ins Leben gerufen. Das türkische Großkapital und die Bourgeoisie drängen aber nun auf eine große Koalition der AKP mit der größten Oppositionspartei, der kemalistischen CHP (Republikanische Volkspartei). Bei Gesprächen soll gar vom Kauf einzelner Abgeordneter die Rede sein. Manche plädieren für eine nationalistische Koalition zwischen der AKP und der neofaschistischen MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung), die im Parlament etwa gleich stark wie die HDP ist. Letzteres wäre eine Kriegskoalition, sie würde eine Intervent...

Artikel-Länge: 4188 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe