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23.06.2015 / Inland / Seite 5

»Sie kämpfen für uns alle«

Charité: Zum Streikauftakt blieben mehr als 20 Stationen geschlossen. Klinikleitung klagt und startet Kampagne gegen ver.di

Simon Zeise

Die Berliner Charité ist Europas größte Universitätsklinik. Sie beherbergt 3.000 Patientenbetten. Ab heute sollen 1.000 davon leer bleiben, denn die Pflegemitarbeiter sind in einen unbefristeten Streik getreten.

Mehr als 20 Stationen des Krankenhauses blieben am Montag geschlossen. Als erste Auswirkung der Arbeitsniederlegung werden laut Charité pro Tag 200 Operationen ausfallen. Es gibt aber einen Notdienst. Die zentrale Forderung der Streikenden lautet: Mehr Personal. Die Beschäftigten arbeiteten »oberhalb ihrer Belastungsgrenzen«, sagte Robert Pohl, Krankenpfleger auf der neurologischen Station, am Montag gegenüber jW. Die Arbeitsverdichtung führe unter vielen Kollegen zum Burn-out.

Die Bedingungen seien laut ver.di dramatisch. In dem offenen Brief »Notruf Charité« schildern die Mitarbeiter ihren Alltag. Die Patientenversorgung bleibe bei einem Betreuungsschlüssel von eins zu zwölf – im Nachtdienst eins zu 22 – auf der Strecke. Die Streikend...

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