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22.06.2015 / Inland / Seite 5

Brückenköpfe schaffen

Landsmannschaft Schlesien gab sich bei Treffen gemäßigt. Bundespräsident sprach bei Fluchtgedenken über »deutsche Vergangenheit« Osteuropas

Jörg Kronauer

Eine echte Neuheit hat das Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien am vergangenen Wochenende in Hannover gebracht: Es ist ohne größeren Skandal über die Bühne gegangen. In der Vergangenheit hatte der frühere Bundesvorsitzende Rudolf Pawelka regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt, indem er etwa behauptete, Polen sei »am Holocaust beteiligt« gewesen (2011), oder indem er verlangte, Warschau solle sich für die Umsiedlung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg endlich »entschuldigen« (2013). Diesmal war nichts dergleichen zu vernehmen. Er begrüße es sehr, »dass die Landsmannschaft unter ihrem neuen Bundesvorsitzenden Stephan Rauhut den Blick nach vorne richtet«, hatte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) vor dem Treffen erklärt. Niedersachsens Landesregierung aus SPD und Grünen hatte das Deutschlandtreffen der Schlesier, an dem am Sonntag mehrere tausend Menschen teilnahmen, nach eigenen Angaben mit etwa 50.000 Euro kofinanziert.

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