Gegründet 1947 Dienstag, 24. Mai 2022, Nr. 119
Die junge Welt wird von 2636 GenossInnen herausgegeben
20.06.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Giftpfeil Jukos

Ein bankrotter Ölkonzern, die Gier und private Schiedsrichter: Westliche Spekulanten lassen in Frankreich und Belgien russisches Eigentum pfänden

Rainer Rupp

Die Konfrontation mit Moskau kann verschärft werden. Wer da Illusionen hegte, wurde am Donnerstag eines Besseren belehrt. Bewaffnet mit dem Beschluss eines privaten Wirtschaftsgerichts sind in Belgien und Frankreich Gerichtsvollzieher ausgeschwärmt, um Konten russischer Unternehmen einzufrieren, wie unter anderen das US-Finanzonlineportal zerohedge.com berichtete. Paris und Brüssel werden zu Bütteln einer dubiosen, weitgehend aus der Anonymität operierenden Klägergruppe. Die hatte ihre  finanziellen Ansprüche auf das Vermögen der von russischen Gerichten 2006 wegen Bankrotts abgewickelten Jukos-Gruppe (einem vom früheren Komsomol-Funktionär Michail Chodorkowski in den 90ern »rechtsstaatlich« erworbenen Ölkonzern) geltend gemacht.

Berichten zufolge sind auch nichtstaatliche Unternehmen aus der Russischen Föderation vor dem Zugriff der Geldeintreiber nicht sicher. Knapp 50 belgische Firmen wurden aufgefordert, das Ausmaß russischer Beteiligungen offenzulege...

Artikel-Länge: 4745 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

21,90 Euro/Monat Soli: 29,90 €, ermäßigt: 14,90 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €