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16.06.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Arbeitszeit kürzen

Auf der ver.di-Konferenz zur Zukunft der Beschäftigung im digitalen Zeitalter stellen Politiker zwar die richtigen Fragen. Ihre Antworten bleiben allerdings unbefriedigend

Thomas Wagner

Wer in der Zentrale des Suchmaschinenkonzerns Google in Kalifornien arbeitet, hat das große Los gezogen. Der Job ist gut bezahlt, das Kantinenessen kostenlos. Die Beschäftigten werden ermutigt, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit der Entwicklung eigener Projekte zu widmen. Für Sport-, Spiel und Fitnessangebote ist gesorgt. Mit Softwareingenieuren, die ausscheiden, um sich selbständig zu machen oder ein attraktives Angebot der Konkurrenz anzunehmen, hält man Kontakt. Einladungen zu Betriebsfesten und Konferenzen sind obligatorisch. Vertragsbeschäftigte müssen auf die genannten Privilegien allerdings verzichten. In den Unternehmen der Informationstechnologie klaffen die Bedingungen zwischen einer hoch bezahlten Arbeiteraristokratie und der ständig größer werdenden Zahl digitaler Tagelöhner weit auseinander.

International agierende IT-Konzerne wie Google verfolgen eine Strategie zur Polarisierung der Arbeit, erläuterte die Soziologin Sabine Pfeiffer am vergangenen ...

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