15.12.2001 / Inland / Seite 0

Die »Jahre 1933 bis 1989«

Sächsische Geschichtslektion zur Eröffnung einer Leipziger Gedenkstätte für Zwangsarbeiter

Hans Daniel

Auf dem Gelände der ehemaligen Hugo-Schneider-AG, als HASAG unrühmlich in die Geschichte der faschistischen Kriegswirtschaft und der Ausbeutung vor allem von Zwangsarbeiterinnen eingegangen, ist am 12. Dezember eine Gedenkstätte »Erinnern für die Zukunft« eröffnet worden. Sie ist nachdrücklich den Arbeitssklaven des NS-Regimes gewidmet und gehört zu den äußerst seltenen Einrichtungen dieser Art im ganzen Lande, die direkt am Ort der Ausbeutung und Erniedrigung dieser Menschen errichtet wurden. Erinnert werden soll an die 60 000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie an die 30 000 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, die in der Stadt Leipzig und in mitteldeutschen Zweigbetrieben Leipziger Rüstungskonzerne ausgebeutet worden sind.

Die Hugo-Schneider-AG war während des Zweiten Weltkriegs der alleinige Produzent der Panzerfaust und, so hat es die Forschung ermittelt, der größte Ausbeuter weiblicher Zwangsarbeiter in Deutschland. Allein von de...

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