Schwarzer Kanal
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15.06.2015 / Inland / Seite 2

»Wer zum Militär wollte, musste an uns vorbei«

Ganztagsprotest am »Tag der Bundeswehr« in Bonn. Feldjäger ließen falsche Soldaten räumen. Gespräch mit Marco Ehrenholz.

Frank Brendle

Marco Ehrenholz ist Sprecher der Linksjugend Bonn.

Die Armee hat am Samstag bundesweit in 15 Städten zum »Tag der Bundeswehr« geladen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Was war in Bonn los?

Die Bundeswehr hat vormittags damit begonnen, auf dem Marktplatz ihre Großgeräte aufzustellen, darunter auch einen Panzer und anderes Kriegswerkzeug, um vor allem junge Leute damit zu beeindrucken. Die Big Band war da, es gab viele Ansprachen, ein Haufen Jugendoffiziere war unterwegs, die mit den Leuten gesprochen und versucht haben, ihnen die Bundeswehr schmackhaft zu machen.

Aber das blieb nicht unwidersprochen?

Nein, es gab ein größeres Bündnis von linken Organisationen und Parteien, Friedens- und Antifagruppen, das gegen die Bundeswehr protestiert hat. Wir haben schon morgens auf sämtlichen Straßen rings um den Marktplatz Stände aufgebaut und angemeldete Kundgebungen durchgeführt und bis in den Abend hinein verschiedene Aktionen gemacht. Es gab mehrere Die-ins...

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