15.06.2015 / Inland / Seite 5

Möglichst ohne Regeln

Die Zukunft der Pflege aus Unternehmersicht: Mindestlöhne klein halten, allgemeinen Tarifvertrag unterwandern

Johannes Supe

Sind Pflegekräfte, die zehn Euro in der Stunde erhalten, schon überbezahlt? Diese Frage stellten sich am Freitag Teilnehmer des »Hauptstadtkongresses 2015«, zu dessen Sponsoren neben Gesundheitsunternehmen und Krankenkassen auch Großkonzerne wie Philips und Siemens gehören. Über »Mindestlohn, Schwarzmarkt und die Sicherstellung der 24-Stunden-Pflege« diskutierten Vertreter von Staat und Unternehmen. Deren Haltung: Lohnuntergrenzen gefährden die Qualität in der Pflege. Gewerkschafter hatten die Tagungsveranstalter gar nicht erst auf das Podium geholt.

In der Bundesrepublik blüht der Pflegeschwarzmarkt. Um die Betreuung ihrer Lieben rund um die Uhr zu gewährleisten, setzen Tausende Familien häufig auf Betreuungskräfte aus Osteuropa, die meisten aus Polen. Rund 200.000 Osteuropäerinnen sind für die sogenannte 24-Stunden-Pflege in deutschen Haushalten tätig, erklärte Benedikt Zacher, Vorstandsvorsitzender des Verbands für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP)...

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