15.06.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es gibt keine Aufklärung«

Viele Fragen zur rechten Terrorgruppe NSU weiter offen: Geheimdienste schützen lieber dubiose Spitzel als Morde zu untersuchen. Ein Gespräch mit Andrea Röpke

Markus Bernhardt

Andrea Röpke ist Diplom-Politologin und mehrfach preisgekrönte Journalistin und Autorin. Sie arbeitet nunmehr seit Beginn der 1990er Jahre zum Thema Neofaschismus und extreme Rechte

 

Sie haben sich in der jüngsten Vergangenheit schwerpunktmäßig mit den Hintergründen der rechten Gruppierung »Nationalsozialistischer Untergrund« beschäftigt. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit bezüglich der Aufklärung dieses neofaschistischen Terrornetzwerks aus?

Es gibt keine Aufklärung über das NSU-Netzwerk, zumindest keine ausreichende! Wir wissen immer noch viel zu wenig. Das Oberlandesgericht in München geht laut Anklage stur von einem Dreierbund, bestehend aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, aus. Mit dem Tod der beiden Männer sei die Terrorgruppe erloschen. Zwar hat sich der Vorsitzende Richter mittlerweile für die »Blood & Honour«-Helferstrukturen interessiert, aber den Hinweisen, dass das Trio über die engen Vertrauten Eminger und Gerlach bis zuletzt wichti...

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