Gegründet 1947 Mittwoch, 25. November 2020, Nr. 276
Die junge Welt wird von 2435 GenossInnen herausgegeben
10.06.2015 / Inland / Seite 8

»Da muss man nicht lange rechnen, das geht nicht auf«

Die Kommunen tragen 25 Prozent der Sozialleistungen, kassieren aber nur 15 Prozent der Steuereinnahmen. Ein Gespräch mit Stefan Sell

Ralf Wurzbacher

Die Bertelsmann-Stiftung hat am Montag eine Studie zu den wachsenden Belastungen der Städte und Gemeinden durch Sozialausgaben vorgelegt. Diese seien in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent auf 78 Milliarden Euro im Jahr 2014 gestiegen. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Für viele Kommunen ist die Entwicklung sicher dramatisch, wobei es auch hier eine zunehmende Spaltung gibt im Sinne einer Auseinanderentwicklung der Belastungen. Denn besonders betroffen vom Anstieg sind gerade die Gemeinden, denen es aufgrund von Arbeitslosigkeit und Strukturproblemen schlecht geht. Aber wie immer ist es eine Frage der Perspektive: Betrachtet man die Sozialleistungsquote insgesamt, also gemessen als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP), dann liegt die seit Ende der 90er Jahre immer knapp unterhalb von 30 Prozent.

In den begleitenden Schaubildern zur Studie steht immer wieder in fetten Lettern: »Sozialausgaben der Kommunen steigen ungebremst«. Kann od...

Artikel-Länge: 3958 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €