08.06.2015 / Ansichten / Seite 8

Erst der Anfang

Bundesparteitag der Linken in Bielefeld

Andreas Wehr

Gregor Gysi gibt den Fraktionsvorsitz der Partei Die Linke im Bundestag im Oktober 2015 auf. So muss man es wohl nennen, denn hätte er den Posten im Herbst erneut angestrebt, niemand hätte ihm den streitig machen können. Zwar gibt es den von Gysi wenig geschätzten Parteitagsbeschluss, künftig die Fraktion von einer weiblich und einer männlich besetzten Doppelspitze führen zu lassen, doch das hätte ihn kaum aufhalten können, den Posten noch einmal anzustreben. Es hätte gereicht, die Partei vor die Frage Rückzug oder Führung verbunden mit der Spitzenkandidatur zu stellen. Dies hatte offensichtlich auch Sahra Wagenknecht so eingeschätzt, als sie im Frühjahr ihren Verzicht auf eine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz erklärte.

Gysi verlässt damit die vorderste Reihe, während die Partei Die Linke die größte Oppositionsfraktion im Bundestag stellt. Er geht also während seines größten politischen Triump...

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