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06.06.2015 / Feuilleton / Seite 10

Auferstanden aus Digitalruinen

Ist das Free Jazz, Avantgarde-Rock, Techno, Soul? Das Andromeda Mega Express Orchestra erkundet die Zukunft der guten alten Tante Klassik

Stefan Siegert

Sensationen kommen, wenn sie echt sind, unverhofft. Und an eher unscheinbaren Orten. Zum ersten Hamburger Auftritt des Andromeda Mega Express Orchestra gelangte man Ende April über ein schwankendes Fallreep aufs abgeschabte Oberdeck des ehemaligen DDR-Fischtrawlers »MS Stubnitz«. Die Abendsonne glitzerte in der Norderelbe. Ein Stück stromabwärts grüßten die Kräne der Elbphilharmonie. Die Musiker hatten sich auf einer engen Bühne unten im Laderaum eingerichtet, davor das Publikum auf trickreich in den stählernen Schiffsbauch geschweißten Stuhlreihen.

Anfangs hörte es sich an wie Bigband-Jazz. Aber seltsam, da spielte auch eine Harfe mit. Und ein Fagott. Und auch die Streichergruppe, sie umfasst gut ein Viertel der 20 Musiker, ist nicht gerade typisch für eine Jazzformation. Über weite Strecken bestehen die Stücke dieses 2006 in Berlin gegründeten »Orchesters« aus langen, sich allerdings verändernden Repetitionsketten wie bei US-amerikanischer Minimal Music...

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