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03.06.2015 / Medien / Seite 8

»Eine Demokratie kann sich das nicht bieten lassen«

Das »allerletzte Angebot« an Griechenland läuft auf Erpressung hinaus. Ein Gespräch mit Roland Süß

Gitta Düperthal

Von einem »allerletzten Angebot« an Griechenland war beim Spitzentreffen in Angela Merkels Kanzleramt in der Nacht zum Dienstag in Berlin die Rede. Aber was sind das für Verhandlungen, zu denen der griechische Regierungschef Alexis Tsipras, gar nicht eingeladen wurde?

Griechenland muss bis Freitag einen Kredit von rund 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Insgesamt werden im Juni fast 1,6 Milliarden Euro fällig. Für das Treffen hatte nun Merkel IWF-Chefin Christine Lagarde und den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi nach Berlin eingeladen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Frankreichs Staatschef François Hollande waren ohnehin zu Gesprächen dort.

In den vergangenen Monaten hätte es vielfältige Gründe gegeben, diese Verhandlungen zu einem vernünftigen Ergebnis zu bringen. Die deutsche Bundesregierung hat jedoch ständig abgebremst und sich nicht kompromissbereit gezeigt. ...

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