30.05.2015 / Inland / Seite 2

»Beschäftigten droht ein Alter in Armut«

Im Einzelhandel laufen in verschiedenen Bezirken Tarifverhandlungen. Es gab ein schnelles, aber unzureichendes Angebot. Gespräch mit Jörg Lauenroth-Mago

Ralf Wurzbacher

Jörg Lauenroth-Mago ist Fachbereichsleiter Handel bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sind aktuell auch im Einzel- und Versandhandel Tarifverhandlungen im Gange, mancherorts schon in der zweiten Runde und begleitet von ersten Warnstreiks. Im Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen waren die ersten Gespräche am Dienstag ergebnislos geblieben. Wie weit liegen die Positionen auseinander?

Wir fordern eine Erhöhung der Stundenlöhne um einen Euro ab 1. Juni, und die Arbeitgeber bieten ein Plus von 21 Cent an. Das ist eine ziemlich gewaltige Diskrepanz, was auch für die Frage der Laufzeit gilt. Wir wollen zwölf Monate, während die Gegenseite auf 21 Monate orientiert. Dazu kommt ein ganz grundsätzlicher Dissens: Die Einkommen im Einzel- und Versandhandel sind so niedrig, dass den meisten Beschäftigten nach 40 bis 45 Berufsjahren ein Alter in Armut droht. ...

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