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30.05.2015 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Münkler-Matsch

Arnold Schölzel

Der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler schreibt in der aktuellen Zeit zur Rolle von EU und Bundesrepublik in den geographisch näheren Krisenregionen unter dem Titel »Wachsen oder zerbrechen«. Erster Satz: »Mit der Annexion der Krim und der massiven militärischen Unterstützung der Separatisten im Donbass hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Europäer aus ihren politischen Träumen gerissen.« Wieder einmal ein »europäischer« Schlummer also, aus dem aus Münklers Sicht offenbar Politik entsteht. 1914 war es Schlafwandlerei, die nach Meinung des Münkler seelenverwandten Professors Christopher Clark die Europäer in den Weltkrieg taumeln ließ. Neu ist: Heute nimmt Münkler den russischen Herrscher als nur extrakontinentalen Wecker wahr, dessen Rolle als finsterer Schreckensverbreiter ist geblieben. Das ist eben der Job der Moskowiter aus west- und kleindeutscher Sicht – mit entsprechenden Folgen.

Nicht dem Russen gilt aber das Hauptinteress...

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