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28.05.2015 / Ansichten / Seite 8

Neue Eskalationsstufe

Streikbruch bei der Deutschen Post

Daniel Behruzi

Postchef Frank Appel bleibt hart. »Wir sind mit unseren Löhnen nicht wettbewerbsfähig«, behauptete er bei der Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch in Frankfurt am Main. Soll heißen: Die Profite sollen noch stärker steigen. In diesem Jahr will das einst staatliche Unternehmen einen operativen Gewinn von über drei Milliarden Euro einfahren. 2016 sollen es schon bis zu 3,7 Milliarden Euro sein. Wie das geht? Auf Kosten der Beschäftigten, von denen Tausende in neu gegründete Billigtöchter wechseln sollen. Doch diese wehren sich.

Die Postbelegschaft hat offenbar keine Lust, für weitere Dividendenerhöhungen zu bluten. Am Mittwoch hatte Appel in der Frankfurter Jahrhunderthalle eine Steigerung der Ausschüttung um sechs Prozent auf über eine Milliarde Euro verkündet. Draußen protestierten zur gleichen Zeit 3.500 Beschäftigte. Auch mit Warnstreiks wird weiter Druck ausgeübt. Allein am Mittwoch legten nach Gewerkschaftsangaben...

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