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06.12.2001 / Ansichten / Seite 0

Der Schwächste ist dran

Vor zehn Jahren gab es das erste Pogrom in Deutschland seit dem Ende der Naziherrschaft. Ein Gespräch mit Maura und Rottel aus Hoyerswerda (Teil II und Schluß)

Christof Meueler
Maura und Rottel sind heute um die dreißig und in Hoyerswerda aufgewachsen. Anfang der neunziger Jahre haben sie die Stadt verlassen. Maura lebt im Hunsrück, Rottel weiterhin in der Lausitz, aber nicht in Hoyerswerda. Beide arbeiten als Handwerker.

F: Zur Protestdemonstration gegen das Pogrom am Sonntag, den 29. September in Hoyerswerda, kamen die Autonomen mit großer Hoppla-jetzt-kommen-wir-Geste in die Stadt gebraust?

Maura: Nein, es kam nur ein Konvoi aus Berlin, mit dem bin ich selber mitgefahren. Das waren ungefähr 50 bis 60 Autos. Richtig organisiert: Motorradfahrer sind vorneweg gefahren, die geguckt haben, ob irgendwo Bullen sind oder Faschos auf Brücken stehen und abwarten, ob sie Steine schmeißen können. Zur Demo kamen insgesamt vielleicht 3000 Leute, die Mehrzahl aus Berlin. Aus Hoyerswerda nahmen vielleicht 50 Menschen teil.

F: Wie lief die Demo ab?

Rottel: Da hab' ich zum ersten Mal und zum letzten Mal in meinem Leben einen Pflasterste...





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