06.12.2001 / Thema / Seite 0

»Vielleicht bin ich nur ein Moralist«

Vor 30 Jahren wurde der Revolutionär Georg von Rauch bei einem Feuergefecht von einem Polizisten erschossen

Freundeskreis Georg von Rauch

Wir wollen an einen Mann erinnern, der vor mehr als 30 Jahren zu den ersten gehörte, die davon überzeugt waren, daß es richtig und notwendig ist, die spätkapitalistischen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland mit der Waffe in der Hand zu bekämpfen. Und wir wollen mit einem Mythos aufräumen, der Georg von Rauch und seinem politischen Leben nicht gerecht wird. Als nach seinem Tod am Ort des Geschehens neben dem erschossenen Georg keine Waffe gefunden wurde, strickte die linke Bewegung den Mythos, er sei als Unbewaffneter von der Polizei ermordet worden. Die Solidarität der Linken galt dem Opfer Georg von Rauch. Doch Georg war kein Opfer, er starb an jenem 4. Dezember 1971 als Kämpfer.

Der 24jährige gehörte zu jener Gruppe von jungen Frauen und Männern, die sich Mitte des Jahres 1971 zu einer Untergrundgruppe zusammengeschlossen hatten, aus der wenig später die »Bewegung 2. Juni« entstand. Georg war ein Draufgänger, ein Unerschrockener. Sein politi...

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