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18.05.2015 / Inland / Seite 5

Gentrifizierer Baugenossenschaft

Berlin: Mitglieder kämpfen gegen Vertreibung aus ihren Wohnungen durch eigenen Verein

Sigurd Schulze

Als die Mitglieder des Berliner Wohnungsbau-Vereins Neukölln eG (WBV) im September vergangenen Jahres die »Mitteilungen« des Vorstands in die Hand bekamen, prangte auf dem Titel der Entwurf eines eleganten Neubaus in der Heidelberger Straße 15 bis 18 in Neukölln. Im Heft las man nichts darüber. In der Heidelberger 15–18 aber stehen schon Häuser mit 76 Wohnungen aus dem Jahre 1960, erbaut mit Fördermitteln des Senats.

In einer Versammlung verkündeten die die WBV-Vorstände Günter Jagdmann und Falko Rügler den Bewohnern Ende März offiziell, ihre Häuser würden abgerissen und an deren Stelle neue gebaut. Leider müssten sie ihre Wohnungen daher bis Ende dieses Jahres räumen. Sie sollten sich sogleich um eine andere WBV-Unterkunft bewerben. Derzeit zahlen sie zwischen 4,50 und 5,50 Euro nettokalt je Quadratmeter Nutzungsentgelt, in dem Neubau wären es nach Angaben von Rügler 8,50 Euro. In den Häusern wohnen Arbeiter und Angestellte, Arbeitslose und Rentner, etli...

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