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18.05.2015 / Feuilleton / Seite 10

Ornamente und Lärm

Und mittendrin formaler Traditionalismus: George Miller hat seine »Mad Max«-Vision vervollkommnet

Peer Schmitt

»Wir sind im Übergang zum pflanzlichen Stadium – Notstandsmaßnahme zur Begegnung der Heavy-Metal-Gefahr«

W.S. Burroughs, »The Soft Machine« (1962)

 

Die Wüste. Sie wächst und wuchert und lärmt. In der australischen kam Anfang der 80er Mad Max auf die Welt, um diese unter der Regie von George Miller zu erobern. Im Gepäck hatte Miller den Western, den Heavy Metal und eine klare Vision: Die Welt der Zukunft wird Wüste sein. Bier geht aus, aber Benzin zu verbrennen würde es wohl noch ausreichend geben.

Als mögliche Ursache einer Apokalypse galt da noch eher der Atomkrieg als die Klimakatastrophe. Der zeitliche Abstand verdeutlicht, wie willkürlich und austauschbar das im Grunde ist. Weder Ursache noch Verlauf der Katastrophe sind irgendwie wichtig. Wichtig ist das Ausmaß und das, was danach kommt: die Wüste.

Gut 30 Jahre gingen seitdem ins Land. George Miller hatte Zeit, seine Vision zu vervollkommnen. Das Ergebnis ist »Mad Max: Fury Road«, gedreht in Namibi...

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