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18.05.2015 / Inland / Seite 2

»Wir schlittern in eine humanitäre Katastrophe«

Über 10.000 Duisburger sind ohne Krankenversicherung. Stadt verweigert Unterstützung für ehrenamtliche Gesundheitssprechstunde. Gespräch mit Pater Oliver Potschien

Markus Bernhardt

Pater Oliver Potschien arbeitet im Sozialpastoralen Zentrum an der Katholischen Kirche St. Peter in Duisburg-Marxloh

Sie sind gelernter Krankenpfleger und Rettungsassistent und bieten seit einigen Monaten im Duisburger Stadtteil Marxloh einmal in der Woche eine kostenlose Gesundheitssprechstunde an. An wen richtet sich Ihr Angebot?

Ein Hauptaspekt unserer Arbeit im Petershof ist die Idee der »offenen Tür«. Sowohl die Türen der Kirche als auch die Türen des Pfarrhauses stehen offen für alle Menschen, die kommen wollen. Es ist egal, was sie motiviert oder woher sie kommen. Unterschiedliche Angebote reichen dabei von der Seelsorge über Spiel und Spaß für Kinder, Lebensmittelversorgung und Notunterkünfte für Flüchtlinge bis hin zur Berufsausbildung für junge Erwachsene. Ein Baustein ist die medizinische Sprechstunde, in die alle Menschen kommen können. In Duisburg sind nach seriösen Schätzungen zur Zeit über 10.000 Menschen nicht krankenversichert und somit ...

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