12.05.2015 / Ausland / Seite 6

Töten für den Machterhalt

Burundis Präsident lässt Proteste niederschlagen. Zehntausende fliehen

Jörg Tiedjen

Der burundische Staatschef Pierre Nkurunziza scheint fest entschlossen, sich nicht von der Macht zu verabschieden. Am 25. April verkündete die Regierungspartei »Nationalrat zur Verteidigung der Demokratie – Kräfte zur Verteidigung der Demokratie« (CNDD-FDD) offiziell seine Kandidatur bei den Ende Juni bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. Die Polizei geht mit Gewalt gegen Demonstranten vor, die eine dritte Amtszeit Nkurunzizas strikt ablehnen. Presse, Rundfunk und Internet werden zensiert. Nachdem Audifax Ndabitoreye – ein Oppositioneller, der selbst für die Präsidentschaft kandidiert – am Mittwoch an einem Treffen mit den Außenministern der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) teilgenommen hatte, wurde er vorübergehend als »Umstürzler« verhaftet. Bei Protesten im ganzen Land sind in der vergangenen Woche verschiedenen Medienberichten zufolge etwa 20 Menschen getötet worden, Hunderte wurden verletzt. Die Polizei verhaftete zahlreiche Demonstranten, mehr a...

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