11.05.2015 / Ausland / Seite 6

Es geht um Mumias Leben

Ärzte, die Abu-Jamal nicht behandeln dürfen, fordern seine Freilassung

Jürgen Heiser

Wegen seiner ernsthaften Erkrankung müsse der politische Gefangene Mumia Abu-Jamal »aus humanitären Gründen sofort aus der Haft entlassen werden«. Das forderte auf einer Pressekonferenz in New York am vergangenen Donnerstag Dr. Joseph Harris, Sprecher der externen Mediziner, die das Vertrauen Abu-Jamals genießen. »Lebenslange Haft ohne Bewährung halte ich grundsätzlich für Folter«, sagte Harris. Angesichts des prekären Zustands Abu-Jamals könne es eine wirkliche Heilung nur außerhalb des Gefängnisses geben. Er setze sich deshalb zusammen mit Kollegen für dessen Freilassung ein.

Trotz der in den USA und Europa vielstimmig erhobenen Forderung, Abu-Jamals Untersuchung durch diese Ärzte zuzulassen, blockieren die Justizbehörden Pennsylvanias deren Besuch bei dem Langzeitgefangenen. »Nicht einmal zu Mumias Krankenakte erhalten wir Zugang«, erklärte Harris. Telefonate mit dem medizinischen Personal des Mahanoy-Gefängnisses seien ihnen erlaubt – »mehr aber auch ...

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