11.05.2015 / Inland / Seite 4

Kein »Sturm auf den Reichstag«

Eher laues Lüftchen: Rechte Aufmärsche rund um den 8. Mai. Gegendemonstranten in der Mehrheit

Markus Bernhardt

In verschiedenen bundesdeutschen Städten sind am 8. Mai, dem 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, sowie am 9. Mai, der in Russland als Tag des Sieges gefeiert wird, Neonazis, Rassisten und extrem rechte Gruppen aufmarschiert, um ihre eigene Interpretation der Geschichte zum besten zu geben. Allerdings war an manchen Orten die Teilnehmerzahl gering.

In Trier hielt die neofaschistische NPD mit insgesamt sieben Aktivisten eine Kundgebung ab und erinnerte dabei auch an die »gefallenen Kameraden der Waffen-SS«. Gegen den Aufzug der demonstrierten rund 150 Antifaschisten.

In Düsseldorf und Duisburg war die rechte Kleinstpartei »Pro NRW« aufmarschiert, um am 8. Mai gegen Flüchtlinge zu hetzen. Sie verstand ihre Kundgebungen an diesem Jahrestag als Abschluss ihrer »Frühjahrsoffensive gegen Asylmissbrauch«. In beiden Städten waren aber die Gegendemonstranten deutlich in der Überzahl. Etwa 300 standen in Düsseldorf rund 25 Rassisten gegenüber. In ...

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