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09.05.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wie sie Griechenland zermürben

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Am Montag – zur nächsten Euro-Finanzministerkonferenz – muss die griechische Regierung dem Diktat zustimmen. Sonst ist es aus. Dann werden den griechischen Banken keine Notkredite mehr bewilligt. So ungefähr äußerten sich laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg zwei nicht näher benannte, hochgestellte Persönlichkeiten in der Europäischen Zentralbank (EZB). Man muss dieser Nachrichtenagentur nicht alles glauben. Aber plausibel ist die Geschichte. Das Ringen im Konflikt zwischen der nun seit 103 Tagen amtierenden Regierung in Athen und den Gläubigern des Landes nähert sich einer – natürlich wieder vorläufigen – Entscheidung. Seit Mitte Februar die Verhandlungen begonnen haben, geht es darum, ob die Gläubiger jene 7,2 Milliarden Euro auszahlen werden, die noch mit der alten griechischen Regierung vereinbart worden waren und ohne die keine Chance besteht, die Altschulden ordnungsgemäß zu bedienen. So kratzt die Regierung alles zusammen, um Zinsen und Tilgungs...

Artikel-Länge: 3100 Zeichen

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