04.05.2015 / Thema / Seite 12

Sauregurkenzeit

Die Währungsunion zwischen DDR und BRD, geschlossen vor 25 Jahren, hatte schlagartig rasante Folgen: Die Warenflut aus dem Westen übermannte die Produzenten in der DDR, die auf ihren Gütern sitzenblieben.

Jörg Roesler

Ende April 1990 war es wieder ruhiger geworden in der DDR. Der von der Bundesregierung favorisierte Umtauschkurs Mark der DDR in Deutsche Mark von zwei zu eins am Tage der geplanten Währungsunion, der seit Anfang April für soviel Unruhe in den Köpfen und auf den Straßen und Plätzen Ostdeutschlands gesorgt hatte, war vom Tisch (siehe jW-Thema vom 10.4.2015). Am 26. April gaben die Regierung Kohl und die Regierung de Maizière in einer gemeinsamen Erklärung bekannt, dass zumindest der kleine Mann seine bescheidenen Ersparnisse eins zu eins Mark gegen DM würde umtauschen können. Es sollte nun unverzüglich daran gegangen werden, die entsprechenden gesetzlichen Regelungen für die Wirtschaftseinheit unter Dach und Fach zu bringen.

Am 25. April hatte in Ostberlin ein erstes Expertentreffen zur Vorbereitung der Währungs- Wirtschafts- und Sozialunion stattgefunden. Die bundesdeutsche Delegation leitete Hans Tietmeyer. Seit Kohls Amtsübernahme 1982 hatte er a...

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