30.04.2015 / Titel / Seite 1

Gemeinsam kämpfen

Streiks in Krankenhäusern und Kitas, bei Post und Bahn erfordern Solidarität. Doch die Gewerkschaften sind zerstritten. Einheit ohne »Tarifeinheit« ist angesagt

Daniel Behruzi

Deutschland streikt. Im internationalen Vergleich ist die Zahl der Arbeitskämpfe hierzulande sonst stets niedrig. Doch um den diesjährigen 1. Mai herum häufen sich die Konflikte. In der Berliner Charité haben Beschäftigte diese Woche erstmals in einem deutschen Krankenhaus die Arbeit niedergelegt, um personelle Mindeststandards per Tarifvertrag zu erreichen. Das wäre vor wenigen Jahren noch ebenso undenkbar gewesen wie Erzwingungsstreiks im Sozial- und Erziehungsbereich. Eben diese bereiten die Gewerkschaften ver.di und GEW derzeit mit einer Urabstimmung vor.

Ihre Forderungen sind für hiesige Verhältnisse sehr offensiv: Um durchschnittlich zehn Prozent sollen die Gehälter von Erzieherinnen und Sozialarbeitern infolge einer neuen Eingruppierung steigen. Seit Wochen demonstrieren sie mit Warnstreiks Selbstbewusstsein. »Richtig was wert«, das ist ihr Motto.

Ohnehin selbstbewusst ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die nun schon zum siebten ...

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