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17.04.2015 / Feuilleton / Seite 11

Über links spielen

Die Geschichte hinter der Geschichte. Ein Abschied vom uruguayischen Schriftsteller und Soziologen Eduardo Galeano

Peter Steiniger

Bei Obama steht es als Paperback im Bücherschrank. »Die offenen Adern Lateinamerikas« erzählt die Gegengeschichte eines Kontinents. Lesbar, weil anschaulich, leidenschaftlich, poetisch. Aus der Perspektive der Ausgebeuteten, der Vergessenen blickt es zurück auf 500 Jahre Entwicklung. Von der Entdeckung und Kolonisierung hin zum Blutspender für den Norden. Wer deckt den Tisch für die Wohlhabenden in einer Welt, in der die meisten arm bleiben? Wohin fließen die unermesslichen Naturschätze zwischen Feuerland und dem Rio Grande? Die Schrift holt die hinter ihrer offiziellen Lesart verborgene Geschichte hervor und verbreitet, was bis dahin Stoff für Spezialisten war. Die Spur führt von Pizarros Konquistadoren zu den Businessmännern in den Konzernzentralen.

Als das Buch 1971 erschien, setzte sein Verfasser, ein junger Journalist aus Montevideo, damit einen Meilenstein. Die Zeit war reif, nicht nur in Lateinamerika brodelte es, rebellierte die junge Generation. ...

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