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14.04.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Einschüchterungstaktik

Gewerkschaftlich aktive Beschäftigte in Textilbetrieben in El Salvador werden bedroht, Tarifabschlüsse verhindert: »Eher wird eine Fabrik dichtgemacht.«

Edgardo Ayala/IPS

Sogenannte Maquila-Fertigungsbetriebe, die in El Salvador für multinationale Konzerne Kleidungsstücke produzieren, werden beschuldigt, kriminelle Banden auf gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter anzusetzen. Als Maquila werden Montagestätten bezeichnet, in denen Einzelteile für den Export zusammengesetzt werden. Wie Näherinnen, die anonym bleiben wollen, gegenüber der Nachrichtenagentur IPS und internationalen Organisationen berichteten, haben die Drohungen und das allgemeine Klima der Gewalt in dem Sektor seit 2012 drastisch zugenommen.

»Ich wurde telefonisch aufgefordert, aus der Gewerkschaft auszutreten und keinen Ärger mehr zu machen«, sagte eine Beschäftigte der koreanischen Firma »LD El Salvador«, die in der Freihandelszone San Marcos südlich der Hauptstadt San Salvador angesiedelt ist. Der Anrufer drohte der Arbeiterin damit, dass sie ermordet und ihre Leiche an einem Baum vor der Fabrik aufgehängt werde, sollte sie die Warnung in den Wind schla...

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