Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
13.04.2015 / Inland / Seite 2

»Wir sind unter ständiger Beobachtung«

Geflüchtete Kenianerin berichtet aus dem Transitbereich des Frankfurter Flughafens, wo sie seit Ende Januar festgehalten wird. Gespräch mit Pauline Okaka

Gitta Düperthal

Pauline Okaka (34) ist Ende Januar aus Kenia geflüchtet, seither in einer »Unterkunft« im Rhein-Main-Flughafen, Gebäude 587a, inhaftiert, von wo sie telefonisch junge Welt berichtete. Nach ihrer Ankunft hat sie das Flughafen-Schnellverfahren durchlaufen. Ihr droht die Abschiebung.

Seit Ende Januar sitzen Sie mit drei anderen Geflüchteten aus Kenia im Transitbereich des Frankfurter Flughafens fest und müssen täglich mit Abschiebung rechnen. Eine Person hat dort am Freitag versucht, sich umzubringen. Wie haben Sie davon erfahren?

Wir alle sind seit dem 26. Januar auf dem Flughafengelände eingesperrt. Überall, in den Gemeinschaftsräumen und im Hof, sind Kameras angebracht – mit Ausnahme des Schlafraums und des Badezimmers. Wir sind also unter ständiger Beobachtung. Ich bin mit zwei anderen jungen Frauen aus Kenia zusammen untergebracht; der junge Mann, der am Freitag versucht hat, sich das Leben zu nehmen, ist mit einem Flüchtling aus Sambia und zwei A...

Artikel-Länge: 4383 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €