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13.04.2015 / Thema / Seite 12

»Vertiefen, begründen, festigen«

Georg Lukács’ Rolle bei der Entwicklung des Marxismus – anlässlich des 130. Geburtstags des Philosophen und Kommunisten. Ein Interview mit Erich Hahn

Daniel Bratanovic und Andreas Hüllinghorst

Vor wenigen Wochen begingen Sie Ihren 85. Geburtstag. Nachträglich herzlichen Glückwunsch. Vor 130 Jahren wurde Georg Lukács geboren. Dies soll uns Anlass sein, über dessen Lebenswerk und Ihre Beschäftigung mit dieser theoretischen Leistung zu sprechen. Besonders soll es um Bruch und Kontinuität in dessen Werk gehen. In Ihrer Publikationsliste stehen Arbeiten zu Lukács ab 2001. Heißt das, wenn wir von Brüchen reden, dass Lukács erst nach 1989 für Sie interessant geworden ist?

Nein. Bekanntgeworden bin ich mit Lukács durch unseren Dozenten für Historischen Materialismus an der Humboldt-Universität, durch meinen Lehrer Hermann Scheler. Er hielt 1953 oder 1954 entsprechende Vorlesungen. Damals gab es ja kaum Bücher. Er aber hatte ein altes Exemplar von »Geschichte und Klassenbewusstsein«. Das heute für mich Verblüffende ist, dass er auf die philosophischen Fragen, um die der Streit nach Erscheinen dieser Schrift im Jahr 1923 sofort eingesetzt hatte, ü...

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