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09.04.2015 / Inland / Seite 5

»Zurück ins Spiel«

Bundesagentur-Chef Alt: Jobcenter sollen Langzeiterwerbslose in Ehrenämter vermitteln. Arbeit für alle zu Mindestlohnbedingungen hält er für eine Illusion

Susan Bonath

Keine Berufsausbildung, zu alt, zu krank oder alleinerziehend: Die Gründe dafür, langzeiterwerbslos zu sein, sind vielfältig. Offiziell stagniert die Zahl der Betroffenen seit Jahren bei rund einer Million. Nachdem jahrelang Gelder für Fördermaßnahmen gekürzt und in den Verwaltungsapparat umgeschichtet wurden – im vorigen Jahr entnahm die Bundesagentur für Arbeit (BA) dafür gut eine halbe Milliarde aus dem 3,1 Milliarden Euro umfassenden Budget für Leistungsberechtigte –, sorgt sich BA-Vorstand Heinrich Alt nun um jene ins Hintertreffen geratene Gruppe. Er setzt aufs Ehrenamt, wie er der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch sagte.

So sollen nach dem Willen von Alt die Jobcenter ihren Klienten künftig »dabei helfen, sich in Vereinen, Kirchengemeinden oder Wohltätigkeitsorganisationen zu engagieren«. Dabei erführen sie Anerkennung und gewännen Selbstbewusstsein, mutmaßte der BA-Chef. Und weiter: Dies könne ihnen später die Jobsuche erleichtern. An...

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