08.04.2015 / Feuilleton / Seite 10

Auf Augenhöhe

Eine Ausstellung zeigt, wie die Fotografin Gisèle Freund den 1. Mai 1932 in Frankfurt am Main sah

Herbert Bauch

Die Ausstellung, welche 51 Schwarzweißfotos zeigt, ist ein Wiedersehen nach einer ersten Präsentation im Museum für Moderne Kunst vor zwanzig Jahren. Zum Jahresbeginn schenkte das in Paris lebende Ehepaar Margarethe und Dr. Martin Murtfeld der Stadt Frankfurt am Main die Fotografien, die jetzt unter dem Titel »Gisèle Freund – 1. Mai 1932« im Historischen Museum in einer Kabinettausstellung erneut zu sehen sind. Die beiden Sammler hatten die hochbetagte Fotografin 1994 kennengelernt und mussten Überzeugungsarbeit leisten, bevor Gisèle Freund einwilligte, ihre frühen Arbeiten in der Bankenmetropole ausstellen zu lassen. Von den Originalnegativen wurden sodann Abzüge auf Barytpapier angefertigt und von ihr autorisiert.

Gisèle Freund wurde 1908 in eine wohlhabende jüdische Kaufmannsfamilie als Sophia Gisela Freund in Berlin-Schöneberg geboren. Ihr Vater sammelte Kunst, so kam sie früh mit Bildern in Berührung. Zur bestandenen Reifeprüfung schenk...

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