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07.04.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fälliger Dämpfer

Kartellamt untersagt Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka. Konzentrationsprozess der Branche schadet Beschäftigten und Lieferanten

Daniel Behruzi

Es war ein Veto mit Ankündigung. Bereits im Februar hatte das Bundeskartellamt erhebliche Bedenken gegen die Übernahme von rund 450 Kaiser’s-Tengelmann-Filialen durch Edeka geltend gemacht. Doch der Einzelhandelsgigant ignorierte die Kritik weitgehend. Kurz vor Ostern dann die Entscheidung: Die Übernahme wird untersagt. Angesichts der extremen Konzentrationsprozesse im Einzelhandel – insbesondere im Lebensmittelbereich – ist diese Entscheidung überfällig. Sie wird den Trend aber kaum stoppen.

Laut Kartellamt hätte die Übernahme »zu einer erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen auf zahlreichen ohnehin stark konzentrierten regionalen Märkten und in Stadtbezirken im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in Nordrhein-Westfalen geführt«. Zwar ist Kaiser’s Tengelmann mit knapp 16.000 Beschäftigten und 451 Filialen ein Zwerg im Lebensmitteleinzelhandel: Der Anteil am bundesweiten Gesamtumsatz liegt nach eigenen ...

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