04.04.2015 / Inland / Seite 5

Sozial unverträglich

Minimalabfindung für entlassene Karstadt-Beschäftigte. Verhandlungen über Standortsicherung und Rückkehr in die Tarifbindung gehen weiter

Daniel Behruzi

Rund 1.400 Beschäftigte von Karstadt erhalten dieser Tage unerfreuliche Osterpost: ihre Kündigung. 1.000 weitere haben den angeschlagenen Kaufhauskonzern bereits in den vergangenen Wochen verlassen. Die Betroffenen erhalten die Möglichkeit, vorübergehend in eine »Transfergesellschaft« zu wechseln, deren Einrichtung Gesamtbetriebsrat und Unternehmensleitung bereits Ende Februar vereinbart hatten. Nun hat ver.di zusätzlich einen »Tarifsozialplan« ausgehandelt. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte, soll ein Fonds von 2,5 Millionen Euro helfen, »soziale Härten abzufedern«. Das sind für jeden Beschäftigten gerade mal 2.300 Euro.

»Wir wollten wenigstens dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht auch noch auf den Tariflohn verzichten müssen«, erläuterte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes die Vereinbarung am Donnerstag auf jW-Nachfrage. Die 2.300 Euro, die Beschäftigte bei einem Wechsel in die Transfergesellschaft Ende April erhalten, entsprechen etwa d...

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